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Gastritis (allgemein)
Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist eine sehr häufige entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die mit höherem Lebensalter zunehmend auftritt. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Eine akute Magenschleimhautentzündung kann zum Beispiel durch die häufige Einnahme von Schmerzmedikamenten (sog. NSAR, z.B. Asprin), Alkoholkonsum oder Lebensmittelvergiftungen ausgelöst werden. Aber auch eine Autoimmunerkrankung, das Bakterium Helikobacter pylori, Stress, Verletzungen, Operationen am Magen, Reflux von Galle in den Magen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Supplementierungen von Kalium können akute bis chronische Magenschleimhautentzündung verursachen. Man unterscheidet bei chronischer Gastritis Typ A, B oder C.
Gastritis Typ-A
Eine Therapie der Autoimmunerkrankung existiert nicht. Die Patienten brauchen lebenslang Vitamin B12 als intramuskuläre Injektion, weil das Vitamin infolge des fehlenden Intrinsic factors nicht mehr über den Darm aufgenommen werden kann.
Gastritis Typ-B
Bei einer Helicobacter-pylori-Gastritis müssen die Bakterien antibiotisch dezimiert werden, dies wenn Schmerzen bestehen, ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür (Ulkus) vorliegt, die mikroskopische Untersuchung der Gewebeproben beginnende Veränderungen zeigt (Krebsgefahr) oder Verwandte ersten Grades an Magenkrebs leiden oder gestorben sind. In solchen Fällen erfolgt die Behandlung mit einer Kombination aus zwei Antibiotika und einem Protonenpumpeninhibitor.
Gastritis Typ-C
Bei Beschwerden sollten, sofern es möglich ist, die Schmerzmedikamente abgesetzt werden. Die Reflux-Gastritis wird mit Medikamenten behandelt, die zu einer Steigerung der Muskelarbeit im oberen Verdauungstrakt führen (Prokinetika). Eine weitere Therapiemöglichkeit besteht in der Gabe gallensäurebindender Antazida. In schweren Fällen wird die Säureproduktion durch den Einsatz von Protonenpumpenhemmern unterdrückt.
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Helikobakter pylori
Helicobacter pylori (HLP) ist ein spirialenförmiges, gram-negatives Bakterium, das in fast allen Fällen der Typ- B- Gastritis als Erreger nachgewiesen werden konnte. Es wurde 1982 erstmals isoliert und beendete den langen Streit um die bakterielle Besiedlung des Magens im Zusammenhang mit Gastritis (Magenschleimhautentzündung). Der gleiche Keim kann auch bei Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi und bei Malt-Lymphom nachgewiesen werden. Das Bakterium ist weit verbreitet, in Deutschland sind schätzungsweise fast die Hälfte der Bevölkerung betroffen.
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