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Wie stelle ich einen Antrag auf Wiederherstellungs-OP?

(c) by Marie Bollig

 

Bereits während der Abnahmephase sollten sowohl Hausarzt wie auch ein Hautarzt möglicherweise auftretende Entzündungen UND sonstige Beschwerden (z.B. Funktionsstörungen) dokumentiert werden. Erforderlichenfalls sind Hautveränderungen zu therapieren.

 

Das erreichte Gewicht (möglichst nah am Normalgewicht) soll mindestens 6 - 12 Monate gehalten werden. Während dieser Zeit auf jeden Fall den Hautarzt immer wieder aufsuchen und die Entzündungen dokumentieren lassen. 

 

Welche Atteste kann ich beibringen:

+ Hausarzt - Dokumentation und Therapie bescheinigen lassen

+ Hautarzt - Dokumentation und Therapie bescheinigen lassen

+ Gynäkologe - ggf. Attest wegen Hautveränderungen unter der Brust, Ptosis?

+ Orthopäde - Funktionsstörungen durch Hautlappen unterm Bauch und ggf. 

   auch unter der Brust 

+ Physiotherapeut - ggf. Bescheinigung, dass bei dieser massiven 

   Gewichtsabnahme eine Hautstraffung nicht möglich ist

 

Bloße Hautlappen reichen für eine Antragstellung NICHT AUS!!!

 

Ärztliche Bescheinigung eines plastischen Chirurgen ist ebenfalls beizufügen.

 

Ferner eine persönliche Stellungnahme zur Vorlage beim MDK (ggf. in separatem Umschlag mit Hinweis: "Nur vom MDK zu öffnen - vertrauliche medizinische Informationen)".

 

Falls vorhanden: Bilder in o.g. Umschlag legen

 

Persönliche Stellungnahme sollte ggf. folgende Hinweise enthalten:

a) Haben Miederwaren geholfen?

b) Haben sterile Kompressen auf den entzündlichen Hautveränderungen 

    geholfen?

c) Konntet ihr mit diesen Hautveränderungen zum Schwimmen gehen?

d) Konntet ihr mit der Bauchschürze oder der Ptosis Sport treiben wie 

    beispielsweise Fahrrad fahren und/oder Walken/Joggen 

    (Funktionsstörungen)?

e) Konntet ihr einen BH tragen?

f) Geruchsbelästigung?

g) orthopädische Probleme?

 

Alles was zutrifft, gehört in diese Stellungnahme herein - nur keine psychischen Probleme, denn die zählen für eine solche Genehmigung nicht. Wenn ihr psychische Probleme wegen eures Körpers habt, dann solltet ihr euch u.U. psychotherapeutische oder psychologische Hilfe holen. Diese wird jedoch meines Wissens und meiner Erfahrung nach keinen Einfluss auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen haben.

 

Wichtig ist u.a., dass ihr eure körperlichen Beschwerden attestieren lasst und wie oben beschrieben eurem Antrag beifügt.

 

Der Antrag selbst ist recht nüchtern und sachlich zu formulieren. Hier solltet ihr auf euer Ausgangsgewicht (BMI) und die Gewichtsabnahme verweisen. Gegebenenfalls auch ärztlich bescheinigt darauf hinweisen, dass eure Möglichkeiten der Abnahme nunmehr abgeschlossen sind und eine weitere Abnahme nicht mehr zu erwarten ist.

 

Übernehmt den Betreff der ärztlichen Bescheinigung des plastischen Chirurgen. Ansonsten würde ich nur noch auf die beigefügten Atteste verweisen und um Kostenübernahme der geplanten WH-OPs bitten.

 

Wichtig ist, dass euch bescheinigt wird, dass chronisch-entzündliche therapieresistente rezidivierende Hautveränderungen mit Funktionsstörungen vorliegen!

 

Funktionsstören sind beispielsweise:

+ Ständige Entzündungen unter den Brüsten, BH (auch Sport-BH) liegt genau auf

   den Entzündungen. Also kann kein BH benutzt werden. Wer aber eine 

   Hängebrust hat, kann natürlich nicht zum Joggen oder Walken gehen, weil die 

   Brust ständig auf und ab wippt. Das kann Schmerzen verursachen

+ Ähnliches unter der Bauchfalte

+ Es ist nicht möglich mit ständigen Entzündungen zum Schwimmen zu gehen. 

   Dies ist weder euch noch den anderen Schwimmbadbesuchern aus 

   hygienischen Gründen zuzumuten

 

Diese Auflistung beansprucht keine Vollständigkeit.

 

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